Heiße Tage, hohe Verantwortung: Tipps für den Hundesommer
Mit den steigenden Sommertemperaturen zieht es immer mehr Menschen mit ihren Hunden ins Freie. Tierschutz-Landesrat Martin Winkler und Tierschutzombudsfrau Dr.in Cornelia Rouha-Mülleder weisen aus diesem Anlass auf die oft unterschätzten Gefahren der Hitze für Tiere hin und appellieren an alle Halterinnen und Halter, gerade an heißen Tagen besondere Rücksicht walten zu lassen. „Ein Tier zu halten bedeutet, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen – und zwar an jedem einzelnen Tag“, betont LR Winkler.
Hunde leiden bei Hitze schneller als Menschen
Hunde haben keine am ganzen Körper verteilte Schweißdrüsen zur Temperaturregulierung wie wir Menschen und können überschüssige Körperwärme nur eingeschränkt abgeben. Dadurch geraten sie bei Hitze deutlich rascher an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist es, dass Tiere jederzeit kühle Rückzugsorte aufsuchen können und ausreichend Zugang zu frischem Wasser haben.
„Hunde sind der Hitze viel stärker ausgeliefert als wir Menschen. Deshalb müssen wir Menschen vorausschauend handeln und ihnen Schatten und Wasser bereitstellen. Leider wird auch immer wieder die Gefahr, Hunde im Auto im Sommer kurz zu lassen, unterschätzt: Ein Auto kann sehr rasch zur Hitzefalle für Hunde werden!“, so Dr.in Rouha-Mülleder.
Hitzebelastung bereits ab 20 Grad
Bereits ab Temperaturen von rund 20 °C können Aktivitäten wie Laufen oder Wandern für Hunde eine spürbare Belastung darstellen. Auch ist besonders darauf zu achten, dass sich Asphaltboden stark erhitzen kann.
Empfehlenswert ist daher, längere Spaziergänge in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Besonders geeignet sind Wege in der Nähe von Gewässern – viele Hunde schwimmen gerne und können sich im kühlen Wasser erfrischen.
„Viele unterschätzen, dass schon Temperaturen ab 20 Grad für einen Hund anstrengend sein können. Wer die Gassirunde in die kühleren frühen Morgen- oder die späten Abendstunden verlegt und sie etwa mit Denk- oder Suchspielen geistig beschäftigt, tut seinem Tier einen großen Gefallen“, erklärt die Tierschutzombudsfrau.
Nicht jede Rasse ist für lange Touren gemacht
Sportliche Aktivitäten wie gemeinsames Laufen oder ausgedehnte Wanderungen sollten ausschließlich mit gesunden, ausgewachsenen Hunden unternommen werden. Auch die Rasse spielt eine wesentliche Rolle, denn nicht jeder Hund ist für längere Belastungen geeignet. Wie beim Menschen gilt: Das Training langsam aufbauen. Problematisch ist, dass manche Vierbeiner ihren Menschen gefallen wollen und trotz Erschöpfung weiterlaufen – hier sind aufmerksame Halterinnen und Halter gefragt.
„Manche Hunde laufen aus Treue weiter, auch wenn sie längst überfordert sind“, warnt LR Winkler. „Deshalb müssen wir genau hinschauen und Verantwortung übernehmen – fahrlässiger Umgang mit Tieren an heißen Tagen ist kein Kavaliersdelikt.“
Gemeinsam den Sommer genießen
Hundehalterinnen, Hundehalter und ihre Tiere sollen den Sommer gleichermaßen genießen können. Ein sorgsamer Umgang ist die Voraussetzung dafür, noch lange Freude an gemeinsamen Aktivitäten zu haben.
Das gilt ebenso für alle anderen Haustiere, die in den Sommermonaten im Freien gehalten werden: Auch ihnen muss es jederzeit möglich sein, kühlende und schattige Bereiche aufzusuchen und ausreichend frisches Wasser zu erhalten.
Aktuelles
Tierschutz-Landesrat Martin Winkler besucht Tierheim in Frankenburg
Tierschutz-Landesrat Mag. Martin Winkler besuchte das Tierheim „Tierseelenhoffnung“ im Bezirk Vöcklabruck, um sich persönlich vor Ort über die aktuellen Herausforderungen der Einrichtung zu informieren. Im Rahmen des Besuchs übergab er eine Futterspende als Unterstützung für die tägliche Arbeit mit den Tieren und bedankte sich bei Katharina Jelinek, Vereinsobfrau und Leiterin der Einrichtung, für den konstruktiven Austausch.
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