Jugendschutz weiter stärken - Breiter Schulterschluss bei Plattform Jugendschutz zu Testkäufen
Nach der Präsentation der aktuellen Ergebnisse der Testkäufe 2025 lud Jugendschutz-Landesrat Martin Winkler Vertreter:innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Prävention zu einem gemeinsamen Austausch im Rahmen der Plattform Jugendschutz. Ziel des Treffens war es, die Erkenntnisse aus dem aktuellen Bericht zu vertiefen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für die Praxis zu diskutieren.
Die Ergebnisse der Testkäufe zeigen eine weiterhin positive Entwicklung: Die Abgabequote an Minderjährige ist erneut gesunken und liegt auf dem niedrigsten Niveau seit Einführung der Testkäufe. Insgesamt wurden im Jahr 2025 oberösterreichweit 1.055 Testkäufe durchgeführt, wobei sich die Abgabequote um 2,1 % auf 17,4 % verbessert wurde.
„Die aktuellen Ergebnisse bestätigen den langfristig positiven Trend der vergangenen Jahre. Das Testkaufsystem ist ein wirksames Instrument, um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zu verbessern und den Zugang zu gesundheitsschädlichen Produkten für Minderjährige konsequent einzuschränken“, betont Jugendschutz-Landesrat Martin Winkler.
Im Rahmen des Treffens wurden insbesondere Verbesserungsmöglichkeiten bei der Alterskontrolle sowie aktuelle Entwicklungen diskutiert. Ein gemeinsames Ziel ist es, wirkungsvolle und vor allem auch praktikable Lösungen bei der Altersfeststellung einzuführen, um das Verkaufspersonal noch besser zu unterstützen.
Die Plattform Jugendschutz bringt zentrale Akteur:innen wie Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Monopolverwaltung, Institut Suchtprävention pro mente OÖ sowie Vertreter:innen der Verwaltung zusammen. Ziel ist ein praxisnaher Austausch, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen weiter zu verbessern und Betriebe bestmöglich zu unterstützen.
„Jugendschutz gelingt dann am besten, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Testkäufe leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und stärken die Prävention. Gemeinsam arbeiten wir daran, den Zugang zu Alkohol, Tabak und Nikotinprodukten für Minderjährige weiter zu reduzieren und Oberösterreichs Vorreiterrolle im Jugendschutz auszubauen“, so Winkler abschließend.