31. 03. 2026

Kinderschutz braucht Prävention statt fehlgeleitete Symbolpolitik – klare Absage an Senkung des Strafalters

Martin Winkler - Portrait 02 - Fotograf Robert Maybach

Der Forderung zur Absenkung der Strafmündigkeit erteilt Kinder- und Jugendschutzlandesrat Martin Winkler eine klare Absage: „Aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes ist eine Strafaltersenkung der falsche Weg. Noch unverständlicher ist es, gerade jetzt eine Debatte über eine Senkung des Strafalters zu führen. Ein Blick in die OÖ Zahlen zeigt, dass die Tatverdächtigenanzahl der unter 14-Jährigen in Oberösterreich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist. Statt Alarmismus auf Kosten von Kindern setze ich konsequent auf Prävention und wirksame Unterstützung für Kinder und Jugendliche“, so Landesrat Winkler. 

Zahlreiche Expert:innen aus Justiz, Kriminologie und Kinder- und Jugendhilfe sprechen sich jeher gegen eine Senkung des Strafalters aus und bezweifeln deren Wirksamkeit. Strafverschärfungen hätten kaum abschreckende Wirkung auf Kinder, da diese Konsequenzen oft noch nicht ausreichend einschätzen können. 

Winkler betont, dass nachhaltiger Kinderschutz dort ansetzt, wo Probleme entstehen: „Wir müssen früher hinschauen und früher helfen. Kinder brauchen stabile Lebensbedingungen, verlässliche Bezugspersonen und rechtzeitige Unterstützung, wenn Schwierigkeiten auftreten. Eine funktionierende Kinder- und Jugendhilfe, niederschwellige Beratungsangebote, gezielte Präventions- und Integrationsmaßnahmen sind entscheidend, um Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken.“

Klare Worte findet der Kinder- und Jugendschutz-Landesrat auch zur grundsätzlichen Ausrichtung der Debatte: „Kinder gehören nicht ins Gefängnis, sondern brauchen Orientierung. Wer Probleme erst dann sieht, wenn strafrechtliche Maßnahmen im Raum stehen, greift zu kurz.“

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