„Kinderschutz braucht Respekt, Priorität und die notwendige Finanzierung“
Nein zum vorliegenden Budgetvorschlag
Thema des heutigen Budget-Landtages wird auch das Budget im Kinderschutz sein. Neu in diesem Jahr: Aus Verantwortung gegenüber Kindern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe LR Martin Winkler dem SPÖ-Landtagsklub empfohlen, gegen den gesamten Budgetvorschlag zu stimmen. Martin Winkler bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Kinderschutz für Oberösterreich tagtäglich ihr Bestes geben:
„Im Kinderschutz kann ich mich in Oberösterreich auf zwei starke Partner verlassen. Die Kinder- und Jugendhilfe und die Kinder- und Jugendanwaltschaft leisten täglich Außergewöhnliches – mit hoher Professionalität, großem Engagement und tiefer Menschlichkeit.“
„Eine reale Kürzung will ich beim Kinderschutz nicht hinnehmen. Dazu habe ich eine klare Haltung!
Kritik am Landesbudget: „Das ist eine Frage des Respekts“
Insgesamt stehen im Kinderschutz knapp 34,5 Mio zur Verfügung – davon entfallen etwas über 1 Million Euro auf die Kinder- und Jugendanwaltschaft (KijA), der Rest geht an die Kinder- und Jugendhilfe. Zum vorgelegten Budget nahm LR Winkler klar Stellung: „Ja, das Budget im Kinderschutz ist vergleichsweise klein, aber seine Wirkung ist enorm. Wer bei unseren Kindern spart, spart an der Zukunft unseres Landes.“
Während Millionen Euro in Mitnahmeeffekte bei der Wirtschaftsförderung fließen, deren wirtschaftlichen Nutzen mehr als fraglich ist, müsse sich die Kinder- und Jugendhilfe finanziell „nach der Decke strecken“ und reale Kürzungen in Kauf nehmen. „LH Stelzer hat diese reale Kürzung mit der schlechten Entwicklung der Ertragsanteile des Bundes argumentiert. Das ist eine echte Kindsweglegung eines ÖVP-Spitzenpolitikers“, zeigt sich LR Winkler verärgert. Besonders scharf kritisierte er die bereits angekündigte erneute Kreditsperre, denn diese werde die Kinder- und Jugendhilfe empfindlich treffen.
Wichtige Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe
Die Kinder- und Jugendhilfe arbeitet auf Höhe der Zeit, insbesondere werden folgende Erfolgsprojekte auch im nächsten Jahr gefördert:
- Mobiles Familiencoaching in allen Bezirken
- Online-Streetwork als moderne Ergänzung zum klassischen Streetwork
- das österreichweit einzigartige Projekt „Familienwohnen“, das Familien stärkt, um Fremdunterbringung zu vermeiden
Sonderprüfung SOS-Kinderdorf bestätigt professionelle Strukturen
Zusätzlich dazu werden im Laufe des nächsten Jahres die Ergebnisse der von LR Winkler in Auftrag gegebenen SOS-Kinderdorf Sonderprüfung aller Standorte in Oberösterreich erwartet. LR Winkler fasst zusammen: „Die Prüfung zeigt, wie rasch und professionell wir im Kinderschutz reagieren. Die Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendhilfe und KiJA funktioniert ausgezeichnet. Beim Kinderschutz gibt es in Oberösterreich keine Kompromisse.“
Ausblick
Abschließend betont der Landesrat die klare Prioritätensetzung für 2026:
„Wir werden die Präventionsarbeit weiter stärken und die Kinder- und Jugendhilfe konsequent modernisieren. Mit der laufenden Bedarfs- und Entwicklungsplanung professionalisieren wir das System weiter. Unser Ziel bleibt unverändert: der bestmögliche Schutz und die bestmögliche Unterstützung für jedes Kind in Oberösterreich. Wir lassen kein Kind zurück.“
Aktuelles
Prävention als Schlüssel - LR Winkler besucht Diakonie Zentrum Spattstraße
Landesrat Mag. Martin Winkler informierte sich im Diakonie Zentrum Spattstraße über moderne und bewährte Unterstützungsangebote für Familien. Besonderes Augenmerk lag auf präventiven Maßnahmen wie den Frühen Hilfen und dem Mobilen Familiencoaching.
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