29. 10. 2025

LR Winkler gibt Vor-Ort-Sonderprüfung aller SOS Kinderdorf Standorte in OÖ in Auftrag

Martin Winkler sitzt im roten Saal im Linzer Landhaus und blickt ernst in die Kamera.

Alle uns anvertrauten Kinder  müssen in einer geborgenen und sicheren Umgebung leben können.

„Die in den Medien in den letzten Wochen bekannt gewordenen Vorfälle im SOS Kinderdorf machen uns alle tief betroffen. Die jüngsten Medienberichte, die auch oberösterreichische Einrichtungen betreffen, verlangen von uns zusätzliche Vorsorgehandlungen. Wir müssen uns sicher sein, dass alle uns anvertrauten Kinder in einer geborgenen und sicheren Umgebung leben können. Daher habe ich heute der Kinder- und Jugendhilfe den Auftrag gegeben, eine zusätzliche Vor-Ort-Sonderprüfung an allen Standorten von SOS Kinderdorf Oberösterreich durchzuführen. Wir müssen uns selbst ein umfassendes Bild der Lage machen, da wir der Informationspolitik von SOS Kinderdorf Österreich nicht vollumfänglich vertrauen können“, begründet LR Martin Winkler seine Entscheidung. 

 

Zudem hat LR Winkler mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft Kontakt aufgenommen, mit der Bitte, über die kinderanwaltliche Vertrauensperson auch weiterhin allen derzeitigen Kindern an Standorten von SOS Kinderdorf in Oberösterreich ein niederschwelliges Gesprächsangebot zur Verfügung zu stellen.

Aktuelle Fachaufsichten vor Ort 

Auf Initiative von Landesrat Winkler wurden in Oberösterreich unmittelbar nach dem ersten medialen Bekanntwerden der Fälle im September bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet: Die Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich wurde beauftragt, bei SOS Kinderdorf eine umfassende Darstellung der bestehenden organisatorischen und personellen Vorkehrungen einzufordern. Zudem fanden kürzlich Fachaufsichten vor Ort statt. Darüber hinaus werden sämtliche Aufsichtsberichte der letzten 15 Jahre detailliert überprüft.

Schutzkonzepte und umfassende Kontrollen 

In allen Einrichtungen der von uns beauftragen Träger bestehen zahlreiche engmaschige Kontrollmechanismen. Dazu zählen insbesondere die Volksanwaltschaft, die Bewohnervertretung, die Fachaufsicht der Kinder- und Jugendhilfe sowie mehrere unabhängige Ansprechpersonen für Kinder und Jugendliche – etwa am Standort selbst, Kinderparlamente, die fallführenden Sozialarbeiter:innen und die kinderanwaltliche Vertrauensperson der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJA). Die KiJA OÖ ist mit ihrer Tätigkeit als kinderanwaltliche Vertrauensperson in Einrichtungen seit Jahren auch regelmäßig im SOS Kinderdorf Altmünster präsent. 

Alle Einrichtungen sind verpflichtet, individuelle Kinderschutzkonzepte zu erstellen und diese an den Leitfaden der Fachabteilung – also der Kinder- und Jugendhilfe – anzulehnen. 

Darüber hinaus übernimmt das Land Oberösterreich mit dem Beteiligungsprozess MOVERZ eine Vorreiterrolle – über alle Wohngemeinschaften hinweg pflegen Kinder und Jugendliche einen regelmäßigen Austausch, beraten einander und stärken sich gegenseitig. „Kindern öffnen sich Kindern – und finden in dieser Peer-Struktur zusätzliche Sicherheit und Unterstützung“, fasst LR Winkler zusammen. 

Betroffene können sich sowohl bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie bei der Kinder- und Jugendhilfe melden. Hinweise und Beschwerden werden ernst genommen, systematisch geprüft und – wo notwendig – unverzüglich Maßnahmen gesetzt. Egal, ob es sich um historische oder aktuelle Fälle handelt – wir gehen allen Meldungen nach. Das Kindeswohl hat bei uns immer Vorrang!

Aktuelles

Prävention als Schlüssel - LR Winkler besucht Diakonie Zentrum Spattstraße

Gruppenfoto mit 
Louise Elliott-Humer BA,MA (Leitung Abteilung KJH-Wohngruppen), Mag. Thomas Fux MSc (Präsident Diakonie Österreich), LR Mag. Martin Winkler, Mag. (FH) Edgar Hagmüller (Geschäftsführer Diakonie Zentrum Spattstraße), Monika Ujvari M.Sc. (Abteilungsleitung Mobile Angebote Kinder- und Jugendhilfe), Mag.a Julia Wolf (Leitung Qualitäts- und Kompetenzmanagement)

Landesrat Mag. Martin Winkler informierte sich im Diakonie Zentrum Spattstraße über moderne und bewährte Unterstützungsangebote für Familien. Besonderes Augenmerk lag auf präventiven Maßnahmen wie den Frühen Hilfen und dem Mobilen Familiencoaching.

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Entwurf für angepasste Hundehalteverordnung in Zielgerade

Martin Winkler - Portrait 04 - Foto Credit: Robert Maybach

Tierschutz-Landesrat Martin Winkler gibt einen Überblick über die geplanten Änderungen der Oö. Hundehalteverordnung 2024

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Landesrat Martin Winkler besucht Soziale Initiative

LR Winkler gemeinsam mit Geschäftsführer Martin Hofer und Geschäftsführer Gregor Bayer mit Blick in die Kamera.

LR Winkler informierte sich über die vielfältigen Angebote und tauschte sich über aktuelle Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie die gemeinsame Weiterentwicklung bestehender und neuer Unterstützungsangebote aus.

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